Grizzly’s Statement

WE MADE IT!

Das Women’s World Record 2018 Projekt ist vollendet. Alle vier Fahrerinnen sind im Ziel angekommen und haben somit einmal die ganze Welt umfahren. Dies ist einer der grössten Siege überhaupt, denn alle sind sicher, gesund und munter zurückgekehrt. Das Grizzly Race Team und ich, Grizzly, sind begeistert von den tollen Leistungen aller vier Fahrerinnen. Jede einzelne hat ihr Können unter Beweis gestellt und sie alle haben diese Motorrad-Challenge hervorragend gemeistert. Dafür möchten wir uns nochmals von ganzem Herzen bei allen vier Teilnehmerinnen bedanken – Ihr seid Weltklasse!

Ich selbst bin sehr stolz und überglücklich, dass es alle vier Fahrerinnen ins Ziel geschafft haben. Die eigentliche Definition einer Erdumrundung ist es, alle Längengrade unserer Erde zu durchqueren. Und unsere vier Champions haben jeden einzelnen dieser Längengrade befahren. Doch bei diesem Projekt ging es mir um mehr als „nur“ das Umfahren unserer Weltkugel. Es sind alle Eindrücke, die man auf dieser Reise sammelt – ob mit Mensch oder Natur. Es geht um die Kraft, die man in sich entwickelt, wenn man etwas wirklich erreichen will. Ausserdem gehören auch mentale Herausforderungen und externe Einflüsse dazu, die bei solchen Abenteuern auf der Tagesordnung stehen – und zwar egal welche! Sei es ein gewaltiger Tornado, ein wildes Raubtier, ein unbeugsamer Zöllner, ein Nationalfeiertag oder der Ausbruch einer Revolution, welche die Weiterfahrt erschweren oder sogar verhindern – jedes noch so undenkbare Hindernis gehört zu einer solchen Weltreise und wird bei der Bewertung nicht berücksichtigt. Zudem sind die Einteilung der Schlafpausen und die Wahl der schnellsten Route ein wichtiger Bestandteil des Rennens, da diese Entscheidungen einen grossen Einfluss auf die Zeit haben. Genau aus diesen Gründen erachte ich alle vier Frauen als Siegerinnen dieses Rennens. Sie alle haben erfolgreich den Grizzly Trail absolviert und alle meine Bedingungen erfüllt.

Schon früher packte Menschen die Neugier. Erste Pioniere schafften es dann tatsächlich unsere Erde zu umrunden – sei es mit dem Fahrrad, einem Motorfahrzeug oder dem ersten Flugzeug. Heute haben wir es eben dem technischen Fortschritt zu verdanken, den die Pioniere durch ihre Rennen vorangetrieben haben, dass wir uns auf solchen Strassen, Luft- und Wasserwegen fortbewegen und derartige Rennen durchführen können. Aber nicht nur die Strassenverhältnisse und Transportmöglichkeiten haben sich seither verbessert, sondern auch die Technologie dient als grosse Unterstützung. So ist es uns heute möglich, Staus im Voraus zu erkennen und vorzeitig auf schlechte Witterungen reagieren zu können. So lagen diesem Projekt die Ehrung der Pioniere und die Durchquerung aller Längengrade als Vision zu Grunde und nicht eine betreute Rundreise um die Welt.

Es ging mir nie darum, alle Fahrerinnen dieselbe Strecke fahren zu lassen und deren Geschwindigkeit zu vergleichen. Nein, Ziel war es von Anfang an, den Fahrerinnen jegliche Unterstützung zu bieten, bei ihrem Rennen um die Welt, welches sie selbst gestalten. Sie sollten nach so wenigen Vorgaben wie möglich ans Ziel kommen. Das heisst: Alle Fahrerinnen erhielten von uns eine Liste mit Checkpoints, welche sie bei ihrer Erdumrundung anfahren und an denen sie eine vorgegebene Aufenthaltszeit einhalten mussten. Dazu gab es einige Vorgaben, welche wichtige Logistikstandorte wie Wladiwostok, Seoul, Anchorage, Orlando und Bilbao betrafen. Zudem erhielten sie die Aufgabe, auf ihrer Reise mindestens 16 Länder zu besuchen (davon waren 13 Länder aufgrund vorgegebener Check-, Logistik- und Startpoints festgelegt). Sie konnten jedoch selbst entscheiden, wie sie die Checkpoints (in Europa) anfahren, wann sie einen Service machen lassen, wo und wie lange sie eine Pause einlegen – und auch wie sie von A nach B kommen. Insbesondere die Überquerung der Nord- und Ostsee mit der Fähre warf diverse Fragen auf. Dabei konnte jede Fahrerin ihre Taktik selbst bestimmen, ohne dass diese zum Nachteil für ihre Mitstreiterinnen wurde. Darüber hinaus stand von Anfang an fest: Grizzlys Projekt – Grizzlys Bedingungen. So wurde die Fähre nach Finnland, die von Team Schweiz und Österreich angefragt wurden, von mir persönlich bewilligt. Selbstverständlich gab es für das Benutzen der Fähre keine Time-Stops. Ausserhalb der Time-Stops waren sämtliche Entscheidungen ausschliesslich den Fahrerinnen überlassen, so wie die Konsequenzen, die sie für ihre Entscheidungen tragen mussten. Es war den Frauen immer selbst überlassen, meine Meinung einzuholen. Was sie schlussendlich damit anfingen, lag jedoch immer in ihrem Ermessen.

Abschliessend steht fest: Mit vier Fahrerinnen gibt es auch vier verschiedene Blickwinkel. Da ich aber diese Strecke schon selbst gefahren bin und diese gut kenne, weiss ich um die möglichen Stolpersteine und die nicht im Vorfeld kalkulierbaren Risiken Bescheid. Die Fahrerinnen sollten beim Auftreten von Problemen selbst entscheiden, was zu tun ist. Alle Motorräder wurden ohne Komplikationen von A nach B transportiert, während sich die Fahrerinnen im Time-Stop befanden. Hier nochmals ein grosses Dankeschön an unseren Logistikpartner Fracht AG Basel. Die Zusammenarbeit mit dem Grizzly Race Team hat hervorragend funktioniert und einen reibungslosen Flugtransport und die anschliessende Verzollung der Fahrzeuge sichergestellt. Vereinzelte Verzögerungen sind lediglich aufgrund von Wochenenden und Feiertagen zustande gekommen, da eine Zollabwicklung an den besagten Tagen weltweit unmöglich ist. Anderweitige Verzollungen an Landgrenzübergängen oblagen jeweils den Fahrerinnen selbst. Deshalb hier etwas mehr zu den gefahrenen Routen:

Routen WWR 2018

Isa:
Schweiz – Frankreich, England, Belgien, Niederlande, Deutschland, Finnland, Russland, Südkorea, USA, Kanada, Spanien, Italien, Slowenien, Österreich, Liechtenstein – Schweiz

Faith:
USA – Spanien, Frankreich, England, Schweiz, Deutschland, Österreich, Tschechien, Polen, Litauen, Lettland, Estland, Finnland, Russland, Südkorea, Kanada – USA

Tatiana:
Russland – Südkorea, USA, Kanada, Spanien, Frankreich, England, Deutschland, Schweiz, Österreich, Tschechien, Polen, Litauen, Lettland, Estland, Finnland – Russland

Anita:
Österreich – Schweiz, Frankreich, England, Belgien, Niederlande, Deutschland, Dänemark, Schweden, Finnland, Russland, Südkorea, USA, Kanada, Spanien, Italien, Slowenien – Österreich

Und nun zu einem der wichtigsten Bestandteile unseres Women’s World Records 2018: Unsere Danksagung an all unsere fantastischen Sponsoren, die dieses ausserordentliche Projekt unterstützt, daran geglaubt und mitgeholfen haben!

Unsere Hauptsponsoren:

Camacho, Kuryakyn, Lattesso Caffè, LerchPartner und Essento

Unsere Motorradsponsoren:

Ducati Zürich, MotoCenterSeetal, American Bikes AG und Honda Schweiz

Unsere Ausrüstungs- und Co-Sponsoren:

Rukka, Mirage Swiss Spirit, SharkHelmets, GoPro, MotoScout und Becci Spritzwerk GmbH

Ein aufrichtiges und herzliches Dankeschön an alle Biker weltweit! Vor allem an diejenigen, die unsere Fahrerinnen an den Standorten Anchorage, Billings, Minneapolis, Orlando, St. Nikolai ob Drassling, Lahti, Sankt Petersburg, Wladiwostok und in der Schweiz empfangen und betreut haben. Darüber hinaus einen Riesendank an alle Biker, die unsere Mädels auf den Teilabschnitten ihrer Route auf allen Kontinenten begleitet und beschützt haben. Es ist ein tolles Gefühl die Biker-Familie hinter sich zu wissen.

Ich werde nicht müde zu betonen, dass ich von den fantastischen Leistungen aller Fahrerinnen überwältigt bin. Nach meiner persönlichen Einschätzung sind sie an ihre mentalen und physischen Grenzen gestossen, haben unerwartete Probleme lösen müssen und werden nun das Erlebte verstehen , verarbeiten und verinnerlichen ̶ sehr spannend ! Jede der vier Frauen hat ihre Stärken und Schwächen, an dieser Stelle möchte ich jedoch jeweils nur eine pro Fahrerin anführen.

Anita war diejenige, die mit den wenigsten Schlafstunden ihr Rennen gemacht hat. Isa hat sich eisern diszipliniert verhalten und konnte durch das Meiden der Fahrt bei Dunkelheit nahezu fehlerfrei fahren. Speedy Mouse Tatiana hat abenteuertechnisch wirklich nichts ausgelassen. Dadurch hat sie sich in den letzten Wochen merklich weiterentwickelt und ist immer stärker geworden. Faith war die Reisende, die mit ihrer konstanten, kontinuierlichen Fahrweise ihr Tempo im Gesamtverlauf am konsequentesten durchgezogen hat.

So, nun nochmals einen grossen Dank an euch, meine vier Siegerinnen ̶ Ihr habt Geschichte geschrieben! Nehmt eure Story und geht damit in die Welt hinaus . Ihr habt die Welt nun gesehen ̶ sie ist klein. Es ist unsere Verpflichtung sich um sie zu sorgen. Teilt eure Erfahrung mit der Welt, tragt zum Schutz unserer Umwelt bei und animiert andere dazu eurem Beispiel zu folgen.

Die Veröffentlichung der Rangliste und der Fahrdaten erfolgt in Kürze nach Auswertung sämtlicher GPS-Daten.

Wir freuen uns, Sie alle herzlichst zur Siegerehrung am Samstag, 7. Juli 2018 einzuladen und willkommen zu heissen. Für die Auszeichnung steht uns die Bühne von 17:20 bis 18 Uhr zur Verfügung. Die Ehrung findet am Rock am Gleis, Industriezone Aegetli in 9425 Thal, St. Gallen statt.

Seien Sie dabei! Wir freuen uns auf Sie!

Grisu Grizzly

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WE MADE IT!

The Women’s World Record 2018 Project is now completed. All four of our riders have completed their ride, came back home and therefore circled the globe once. The biggest victory is that everyone has returned home safe and sound. The Grizzly Race Team and I, Grizzly, are very impressed by the great performances of all four riders. Each one of them has proved their skills and has mastered this motorcycle-challenge outstandingly. Therefore, we would like to say thanks from all the heart to all four participants – you are terrific!

Personally speaking, I am very proud and overjoyed that our four amazing riders have completed this challenging task so well. The actual definition of a ‘trip around the globe’ is crossing all lines of longitude across the world. Accordingly, our four champions have passed every longitude. However, this project means more to me than ‘just’ circling the world. To me it is about impressions and emotions along the way – no matter if humankind or nature related. It is about developing new strength and vitality while going after something you really want. Furthermore, mental challenges and external influences are part of such a ride – no matter what kind! Natural catastrophes, wild animals, a stubborn customs officer, a national holiday or even the outbreak of a revolution that complicates your onward journey or even stops you from continuing the race – all of these reasons are a part of this journey and are NOT considered as time stops. Moreover, scheduling of rest breaks and selection of the route are important parts on this trip since these decisions have a great impact on the overall time. Especially for these reasons, I consider all four riders a winner. Each one of them has successfully finished the Grizzly Trail and met all my conditions.

People were curious all along the history. At some point, the first pioneers have managed to go around the globe – no matter if by bicycle, motorized vehicles or first airplanes. Thanks to technical progresses and pioneers pushing it, we are now able to ride on solid roads, air and waterways and organize this kind of race. Besides, the technology itself is a huge support as we are able to check possible routes in order to avoid traffic jams or react to weather changes in advance. Therefore, through this project we had a chance to complete our vision: honoring the (technical) progress, all these pioneers and crossing all lines of longitude and NOT organizing a guided tour around the globe. The Women’s World Record 2018 was meant as an adventure ride.

It was not my intent to let all four ladies ride the same route in order to compare their speed afterwards. No, the purpose was to give our riders every support they need on their journey around the world while they are defining their way individually. I reduced the guidelines to a minimum so they could find their favorite (and fastest) way back home. That means: each rider got a list of checkpoints, which they had to pass through including a (mandatory) retention time. In addition, there were a few important locations, which were given due to logistic reasons such as Vladivostok, Seoul, Anchorage, Orlando and Bilbao. Another condition was to drive through at least 16 countries during their tour (13 of them have been defined already due to logistics, start and checkpoints). However, riders were free to decide how and in which order they want to reach the checkpoints (in Europe), when they need a service for their motorcycle, where and how long they take a break and how do they get from A to B. Especially crossing the Northern and Baltic Sea by ferry raised a lot of questions. In this respect, riders were free to choose tactics and whether or not she wanted to use the ferry – without leading to a distortion of competition for the others. Furthermore, it was clear from the beginning: Grizzly’s project – Grizzly’s conditions. Therefore, I authorized the ferry to Finland even when only requested by Team Switzerland and Austria. Of course, there was NO time stop during the ferry use. Beyond the time stops, the riders always decided for themselves, carrying the consequences for their decisions. It was always up to them to ask for my opinion, advice or support.

Under bottom line, with four participants there are also four different points of view. Since I have completed this route myself, I know about possible obstacles and incalculable risks. However, it had to be a rider’s decision how to deal with problems and challenges along the way. Every motorbike was transported overseas without any complications while our riders were in the time stop. Once again, we would like to thank our logistics partner Fracht AG Basel for the enormous commitment and cooperation with the Grizzly Race Team. I would like to mention that we only had some small delays due to non-working days (weekend and holidays), since it is not possible to sort out the formalities on those days. The rest of customs clearances or border crossing had to be managed by the riders themselves. Therefore, here some insight into the routes travelled: 

Routes WWR 2018

Isa:

Switzerland – France, England, Belgium, Netherlands, Germany, Finland, Russia, South Korea, USA, Canada, Spain, Italy, Slovenia, Austria, Liechtenstein – Switzerland

Faith:

USA – Spain, France, England, Switzerland, Germany, Austria, Czech Republic, Poland, Lithuania, Latvia, Estonia, Finland, Russia, South Korea, Canada – USA

Tatiana:

Russia – South Korea, USA, Canada, Spain, France, England, Germany, Switzerland, Austria, Czech Republic, Poland, Lithuania, Latvia, Estonia, Finland – Russia

Anita:

Austria–Switzerland, France, England, Belgium, Netherlands, Germany, Denmark, Sweden, Finland, Russia, South Korea, USA, Canada, Spain, Italy, Slovenia – Austria

Now to the one of the most important parts of our Women’s World Record 2018:

The acknowledgement of all our fantastic sponsors who have supported this outstanding project, believed in it and helped!

Our main sponsors:

Camacho, Kuryakyn, Lattesso Caffè, LerchPartner and Essento

Our motorcycle sponsors:

Ducati Zurich, MotoCenter Seetal, American Bikes AG and Honda Switzerland

Our gear and co sponsors:

Rukka, Mirage Swiss Spirit, SharkHelmets, GoPro, MotoScout and Becci Spritzwerk GmbH

We are grateful for all bikers around the world! Especially those who welcomed and looked after our riders in Anchorage, Billings, Minneapolis, St. Nikolai ob Drassling, St. Petersburg, Vladivostok and Switzerland. Moreover, a huge thanks to all bikers that accompanied and protected our four ladies on particular parts of their route around the world. It is a great feeling to have the biker family behind you.

I won’t get tired of saying how overwhelmed I am by the performances of all four riders. In my opinion, all of them pushed their mental and physical strengths to its limits and each of them had to solve unexpected problems. Now, they all have to understand, process and internalize their experiences – very exciting! All four participants had their strengths and weaknesses during their journey, but I will only point out one per rider.

Anita had a lot of energy and needed the least amount of sleep compared to the others. Isa stood out with iron discipline and was able to ride almost error-free by avoiding riding in the dark. Speedy Mouse Tatiana did not skip any adventure or challenge. Thus, she has evolved incredibly within the last few weeks and became even stronger. Faith was the rider who proved her skills by riding continuously with a constant speed.

However, now again a huge thanks to all four of you, my champions – You wrote history! Take your story and carry it out into the world. You have seen the world now – it is small. That is why it is our duty to care about the earth. Share your experience, help protect our environment and encourage others to follow your example.

We will publish the ranking and technical riding details as soon as we have received and proved the GPS data from our external partner.

The Grizzly Race Team and I are happy to welcome you at the awards ceremony on Saturday July 7th, 2018 from 4.00 p.m. at the “Rock am Gleis” party in Industriezone Aegetli in 9425 Thal, St. Gallen. From 5.20 pm to 6 pm we will have the stage at our disposal.

Be a part of it! And we are looking forward to seeing you!

Grisu Grizzly